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Nastja – Die bloggende Mox

KI – Gekommen, um zu bleiben

Sind die Segnungen der Künstlichen Intelligenz ein himmlisches Wunder oder ein Teufelswerk? So polarisierend fallen die meisten «Debatten» in den Social-Media-Kanälen aus, doch die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen – ein Appell für mehr Differenzierung.

Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, und es liegt an uns zu entscheiden, wie wir es nutzen wollen. «Uns» – wer ist das? Es ist nicht nur der Staat, der Regulierungen vorgibt. Es ist nicht nur der CEO eines Megakonzerns, der KI einsetzt, um Kosten zu sparen. Letztendlich hängt es von jedem Einzelnen ab. Genau das wollen jedoch die wenigsten hören, denn es überträgt uns die Verantwortung und zwingt uns, das Thema KI aus dem bequemen Schwarz-Weiss-Denken zu lösen. Es ist schließlich viel einfacher, «denen da oben» die Schuld für alles zu geben, was schiefgeht. Dann kann man im Social-Media-Feed über sie herziehen und hat scheinbar seine Schuldigkeit getan – und es ändert sich nichts.

Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, das auf vielfältige Weise genutzt werden kann. In der Kriegsführung wird dies zu einer ethischen Frage: Wann und wie autonom darf ein Waffensystem agieren? Doch KI findet ebenso Anwendung in der Programmierung, der Medizin, im Design, in der Kunst, im Anlagemanagement, bei der Recherche in Automatisierungsprozessen und vielem mehr. Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, das Leben retten oder zerstören, das Leben vereinfachen oder erschweren, Arbeit erleichtern oder Arbeitsplätze vernichten kann.

Bei all diesem gilt es, Pro und Contra abzuwägen. Statt blindlings anzunehmen oder abzulehnen, sollten wir uns fragen: Wo hilft es uns als Menschen und als menschliche Gesellschaft weiter? Darüber gibt es keine objektive Wahrheit. Man kann und sollte das endlos diskutieren, denn die KI ist da und wird bleiben und die menschliche Gesellschaft verändern. 

Allen, die sagen: «Man kann eh nichts tun, die KI ist da und geht nicht weg», sei entgegnet: Darum geht es nicht. Gerade weil sie nicht weggeht, müssen wir uns fragen: Wie nutzen wir das Werkzeug sinnvoll? Oder zumindest so wenig schädlich wie möglich? Oder lassen wir die großen Tech-Firmen entscheiden, weil diese ja nur unser aller Bestes im Visier haben? (Ja, damit meine ich unser Geld.)

Hier sind wir alle gefragt. Hier müssen wir für unsere eigenen Belange einstehen. Und das beginnt damit, dass wir uns vom Schwarz-Weiss-Denken lösen und selbst eine persönliche Meinung bilden – die Meinung eines Menschen, der mehr kennt als nur 0 und 1.