Nastja – Die bloggende Mox

Nastja – The blogging Mox

Gezeichnete Katze mit einseitigen Audio-Cideo-Headset

«Schlangen» 

Die Badlands sind voller Gefahren. Da braucht es grosse Feuerkraft und Tapferkeit. Eine Cyberpunk-Kurzgeschichte über Heldentum in der Wüste von Nastja, der Mox.

Publiziert am 11.3.2020 im Cyberpunk-Forum.com im Rahmen eines Foren-RPG-Spiels mit 3 Forenfraktion (Corpos, Nomads und Streetkids). Die Geschichten dienten als Propagandatexte und ab Teil 2 ist immer eine Filmanspielung dabei.

Sturmgewehr in der Nahaufnahme am feuern.

Irgendwann, irgendwo in den Badlands.

Liebes Tagebuch,

Heute waren wir den ganzen unterwegs. Es war nicht sonderlich viel los: Fahren über den heissen Asphalt, der benzingeschwängerte Wind weht um die Nase und das idyllische Röhren der Motoren dröhnt in den Ohren. Das Feeling der Freiheit. Wir haben kein Ziel, sondern fahren einfach wohin wir wollen. Na gut ich fahre einfach hinterher als Beifahrerin hinterher, aber so theoretisch halt… irgendwie. Nach paar Stunden dann passiert endlich doch noch was. Da ich ganz am Ende der Karawane in einem altersschwachen, umgebauten perlweissen VW-Käfer mitfahre, der aus irgendwelchen Gründen so Streifen und eine Nummer aufgemalt hat, sehe ich nicht richtig was los ist, aber irgendwas explodiert, und dann nochmals und nochmals und nochmals. Rauchwolken steigen zum Himmel und der Boden rumpelt. Die Fahrzeuge an der Spitze des Konvois haben gestoppt.

„Oha“ sagt mein heutiger Fahrer Jim „Da geht die Post ab, das war der 4-fach Raketenwerfer„

Ein sehr lautes metallisches Surren, ein Stakkato von Schüssen.

„Da ballert nun wer mit einer Gatlingkanone rum, scheint was ernstes zu sein. Aber ich kann nichts erkennen“ sagt Jim träge und gähnt. Weitere Explosionen und Schüsse, während wir uns langsam der Spitze des Konvois nähern.

WHUUUSCH…

„Jetzt wird gegrillt: der Napalmflammenwerfer!“ meint Jim feixend.

Wir sind fast vorne angekommen, als der Lärm abflaut, der Rauch sich langsam wieder verzieht und die Vehikel wieder losfahren.

„Was war denn los?“ frage ich neugierig.

Jim zuckt mit den Achseln und stopft sich einen neues getrocknetes Peyotestück in seine Pfeife. „Wen interessierts, willst auch einen Zug?„

Erst später erfahre ich was passiert ist. John (man beachte dazu meinen vorherigen Tagebucheintrag) ist voran gefahren, als auf einmal eine Schlange auf der Strasse den Weg blockiert hat. John hasst nun mal Schlangen. Dieses Exemplar wird niemals mehr eine Strasse blockieren. Leider war auch nicht mehr genügend übrig, um sie am Abend in in den Eintopf zu werfen, aber John neigt manchmal zu leichten Überreaktionen in Stressmomenten. Da bleibt von einer riesigen halbmetergrossen Schlange nicht mehr genug übrig für ein Schlangengulasch.

Langer Rede kurzer Sinn: Lege dich nicht mit den Nomads an, wir mögen nicht so gut ausgerüstet sein wie die Coprpos und nicht so zahlreich wie die StreetKids, aber wir haben einen geladenen John bei uns. Jeder der bei den Nomads mitmacht hat Waffen und Munition ab sofort selber mitzubringen.

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