Nastja – Die bloggende Mox

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Gezeichnete Katze mit einseitigen Audio-Cideo-Headset

«Easy Rider in den Badlands» 

Auf dem Motorrad durch die Badlands wirkt Wunder für das geistige Wohl und fördert die spirituelle Selbsterkenntnis. Eine Cyberpunk-Kurzgeschichte von Nastja.

Publiziert am 25.4.2020 im Cyberpunk-Forum.com im Rahmen eines Foren-RPG-Spiels mit 3 Forenfraktion (Corpos, Nomads und Streetkids). Die Geschichten dienten als Propagandatexte und ab Teil 2 ist immer eine Filmanspielung dabei.

Streetkid auf dem Motorrad auf einer Wüstenstrasse

Irgendwann, irgendwo in den Badlands. Nachts, am Lagerfeuer.

Na gut es sind keine Lagerfeuer sondern künstliche Feuerschalen welche mit verschieden Led-Lampen einen annähernd feurigen Effekt zaubern, vorausgesetzt man kann pink und blau leuchtendes Feuer akzeptieren, aber im Prizip halt schon sowas wie Lagerfeuer.

Vor mir sehe ich die Sternenpracht des Nachthimmels, einen Anblick den man nur in den Badlands klar geniessen kann. In den Häuserschluchten von Night-City sieht man ja kaum freien Himmel, was die Betonbauen nicht verdecken wird vom Smog übertüncht.

Die Sterne tanzen lustig vor meinen Augen, ein schwarzer Schatten kommt ins Bild und überdeckt einige Sterne. Ist das ein Ufo? Eine hyperaktive Wolke? Ähmm Moment, das ist ein Stiefel? Mein Stiefel!

Langsam dämmert es mir. Der Sternenhimmel ist noch vor, sondern über mir. Irgendwie bin ich wohl vom Stuhl gefallen, liege nun auf dem Boden und recke zumindest einen Fuss in die Luft. Alles dreht sich und schwankt. Eventuell war es keine gute Idee den getrockneten Kaktus zusammen den lustigen Pilzen in der Pfeife zu rauchen. Zum Glück habe ich vorher mit dem selbst gebrannten Fusel etwas desinfiziert vorher. Und nachher. Und dabei. Sonst wäre es sicher noch viel schlimmer.

Nebenan höre ich die andern leise lachen und die typisch allabendlichen philosophischen Gespräche führen:

Nick: Wisst ihr … das war einmal ein ganz herrliches Land! Ich kann nicht verstehen was auf einmal damit los ist.

Dennis: Tja, alle haben sie Schiss. Das ist, was los ist. … Sie haben Angst. Sie haben Angst vor uns.

Nick: Sie haben keine Angst vor dir. Sie haben Angst vor dem, was Du für sie repräsentierst.

Dennis: Ach nein, alles was wir für sie repräsentieren ist nur jemand, der sich nicht die Haare schneidet.

Nick: Oh, nein … Was du für sie repräsentierst ist Freiheit.

Dennis: Was haben sie den gegen Freiheit. Darum dreht sich doch alles!

Nick: Ja, ja, das ist richtig. Darum dreht sich wirklich alles. Aber von Freiheit reden und wirklich frei sein, das ist nicht dasselbe. Ich finde es ist wirklich schwer, frei zu sein, wenn man verladen und verkauft wird, wie eine Ware. Aber wehe Du sagts jemandem, er sein nicht frei, dann will er dich sofort töten oder zum Krüppel schlagen, zum Beweis, dass er frei ist. Oh ja, sie reden und reden und reden über individuelle Freiheit. Aber sehen sie dann ein freies Individuum, kriegen sie es mit der Angst.

Dennis: Sie werden vor Angst nicht gerade weglaufen.

Nick: Nein, aber es macht sie gefährlich!

Den Rest bekomme ich nicht mehr so ganz mit. Mir ist schlecht, ich geh mal kotzen…

Nomads: Hier haben selbst die tiefgründigsten Gedanken Platz.
„Die Bildung kommt aus den Städten, die Weisheit jedoch aus der Wüste“ – und die Freiheit lebt man auf der Strasse!

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